Jede Frau, die schon einmal schwanger war oder ist, setzt sich auch mit dem Thema Fehlgeburt auseinander. Natürlich ist es bei den meisten Frauen so, dass sie ungern darüber nachdenken. Man sollte auch nicht davon ausgehen, dass aus jeder Schwangerschaft eine Fehlgeburt hervorgeht. Besonders Frauen im reiferen Alter jedoch fragen sich häufig: „Habe ich eine Fehlgeburt zu befürchten?“. Solltest auch du so denken, dann ist dieser Artikel für dich perfekt. Denn wir helfen dir, eine Fehlgeburt zu verarbeiten und gestärkt daraus hervorzugehen. Du wirst hier Tipps bekommen, wie du dich auf eine solche Situation vorbereiten kannst und welche Anlaufstellen es für dich gibt. Wichtig ist immer, dass du nicht allein damit bist und viele andere Frauen finden kannst, denen es ebenso wie dir ergangen ist. 

Mit dem Frauenarzt eine frühe Fehlgeburt verarbeiten

Du warst beim Frauenarzt und hast erfahren, dass du schwanger bist. Diese Euphorie ist wunderbar und man möchte sie nicht missen. Denn es hat endlich geklappt. Nun fehlt zu deinem Glück nur noch, dass du dein Baby schon bald in den Armen halten kannst. Leider ist das aber nicht bei jeder Frau der Fall. Viele Frauen erleiden besonders früh eine Fehlgeburt. Es gibt aber auch hier Menschen, die hilfreich für dich sind. So ist es besonders dein Frauenarzt, der dir in dieser Zeit behilflich sein kann. Frühe Fehlgeburten passieren vorwiegend bis zur 12. Schwangerschaftswoche. Der Frauenarzt wird dir die genauen Aspekte erläutern können, die zu der Fehlgeburt geführt haben. Achte darauf, dass du es nicht persönlich nimmst. Dein Arzt wird dir bei einer frühen Fehlgeburt eine Ausschabung empfehlen. Das ist ein unbehagliches Gefühl, bei dem sich viele Frauen persönlich angegriffen fühlen. Aber es ist eine Notwendigkeit, die man unbedingt in Anspruch nehmen sollte. Diese Ausschabung kann ambulant vorgenommen werden. Das heißt, danach kannst du nach Hause gehen. Wichtig ist die Ausschabung, damit du keine Komplikationen bekommst oder eine Infektion erleidest. 

Untersuchungen nach der Fehlgeburt?

Sehr viele Frauen haben eine Fehlgeburt. Hierbei handelt es sich aber meist um Fehlgeburten, die zukünftige schwerwiegende Probleme vermeiden. Quasi eine Schutzfunktion von Mutter Natur. Das heißt, dein Kind wäre nicht lebensfähig gewesen. Damit kannst du dich trösten. Dein Frauenarzt wird dich auch nicht unnötig mit Untersuchungen bombardieren. Das passiert, damit du das Ganze verarbeiten kannst und damit bei dir alles gesundheitlich in Ordnung bleibt. 

Die Anzahl der Fehlgeburten

Wichtig ist, dass du eine Fehlgeburt verarbeiten kannst, indem du eine Obduktion vornehmen lässt. Empfohlen wird das oft nach der zweiten Fehlgeburt. Denn dann lassen sich verschiedene Faktoren untersuchen, die zur Fehlgeburt geführt haben. Manche davon lassen sich bei einer erneuten Schwangerschaft vermeiden. 

Weinen ist nicht schlimm

Du darfst trauern, wenn du eine Fehlgeburt erlitten hast. Das ist absolut normal. Manche Frauen kommen auch nach Jahren noch nicht zur Ruhe. Umso schlimmer wird es, wenn man sich unbedingt ein eigenes Kind gewünscht hat. Wir verstehen das zu 100 Prozent. Dennoch solltest du versuchen, einen normalen Alltag zu führen. 

Oft ist es auch so, dass man sich nicht mehr konzentrieren kann, wenn eine Fehlgeburt aufgetreten ist. Die Fehlgeburt verarbeiten kann unter Umständen sehr lange dauern und die Zeit sollte man sich nehmen. Es hilft viel darüber zu reden. Im Notfall kannst du dich auch in einem Forum anmelden, in dem es auch andere betroffene Frauen gibt. Dort könnt Ihr euch austauschen und gegenseitig stützen. Sehr viele enge Freundschaften sind schon aus solchen Foren herausgekommen. 

Hinweis

Besonders wichtig ist, dass du in der Phase permanent auf dein Gefühl achtest. Da jeder Mensch die Trauer anders verarbeitet, kann es sein, dass du entweder viel Ablenkung brauchst oder aber dich ausgiebig mit dem Thema auseinandersetzen musst. Das liegt an dir und daher solltest du in regelmäßigen Abständen immer wieder auf dein Gefühl hören, welche Form der Trauerbewältigung dir gut tut.

Schuldfrage klären?

Nein, es gibt keine Schuldfrage zu klären. Weder du noch dein Partner sind Schuld an der Fehlgeburt. Besonders in der Frühschwangerschaft sind Fehlgeburten keine Seltenheit. 

Rede offen über das Thema und du wirst erfahren, wie viele Frauen es gibt, denen es ebenso ergangen ist wie dir. 

Was ist wenn die Fehlgeburt später auftritt?

Besonders schlimm ist es, wenn ein Baby in den späteren Trimestern verloren geht. In dieser Zeit kann es für dich sogar noch schlimmer werden, weil du eventuell schon für das Baby einkaufen warst und ihm eigene Sachen gekauft hast. Dann ist es sehr wichtig, dass du nach einer Fehlgeburt Ansprechpartner hast, auf die du zählen kannst. Es kann sein, dass du und dein Partner euch entfremdest. Dann wird es aber auch Zeit, dass Ihr wieder zueinander findet. Achtet darauf, dass Ihr gemeinsame Aktivitäten plant. Denn nur so könnt Ihr gemeinsam trauern. Ihr könnt beispielsweise einen Ort schaffen, an dem ihr trauert. 

Oder du suchst dir Hilfe bei deiner Mutti oder einer guten Freundin. Diese sind vor allem dafür da, zuzuhören und dir Mut zu machen. Wichtig ist, dass du jetzt nicht aufgibst. Es kann auch weiterhin ein glückliches Leben für dich geben. Du möchtest es noch einmal versuchen? Das ist überhaupt kein Problem. Sprich aber im Vorfeld mit deinem Frauenarzt darüber. Dieser kann dir Tipps und Ratschläge geben, wie sich eine Fehlgeburt vermeiden lässt. Natürlich gibt es keine Garantie dafür, dass du nicht wieder eine Fehlgeburt hast, aber man sollte es versuchen. 

Ist Trauer normal?

Absolut. Du kannst gar nicht anders die Fehlgeburt verarbeiten. Du musst trauern und dabei deinen eigenen Rhythmus finden. Es gibt sogar viele Ansprechpartner für dich, die dir in deiner Trauer helfen können und werden. Wenn du merkst, dass du in einer Sackgasse steckst, dann such dir am besten einen Therapeuten, der dir dabei hilft, die Trauer zu verarbeiten. Denn nur so kannst du auch später gestärkt sein. 

Muss man eine Fehlgeburt begraben?

Es kann sein, dass du dir diese Frage schon einmal gestellt hast. Wir wollen dir auch hierauf eine Antwort geben. Eine recht frühe Fehlgeburt musst du nicht beerdigen. Es kann allerdings hilfreich sein, wenn du das in Anspruch nimmst. Fehlgeburten werden oft als Sternenkinder bezeichnet. Diese Kinder haben heute einen eigenen Platz in der Gesellschaft und es gibt viele Friedhöfe, die spezielle Gräber für diese Kinder eingerichtet haben. Erkundige dich einfach oder frage danach, ob es auch bei dir diese Möglichkeit gibt. So wirst du einen besseren Abschluss finden und eher zur Ruhe kommen. Zudem hast du dadurch einen Ort, an den du kommen kannst, wenn die Trauer dich übermannt. Dort kannst du angeben, wann du die Fehlgeburt hattest. 

Nach der Fehlgeburt: Tipps um Schwangerschaftsthemen zu vermeiden!

Es ist häufig so, dass man anderen von der Schwangerschaft erzählt. Viele Frauen tun das mit großer Euphorie und sind so glücklich darüber, dass sie eine Fehlgeburt gar nicht erst zum Thema werden lassen. Dennoch kann es sein, dass du genau das hattest und jetzt ist es wichtig, nicht nur zu trauern, sondern auch Babythemen zu vermeiden. Das ist besonders wichtig, weil du nach der Fehlgeburt sehr labil bist und sicher nicht darüber reden willst. Wir haben jetzt noch ein paar gute Tipps für dich, wie du Schwangerschaftsthemen vermeidest. 

Natürlich ist es so, dass beim Fehlgeburt verarbeiten schon das Thema an sich schlimm ist. Aber noch schlimmer ist es, wenn man ständig daran erinnert wird, dass man schwanger war. So hast du vielleicht schon eingekauft? Dann solltest du die Sachen unbedingt aus der Wohnung räumen. Das heißt nicht, dass du alles wegwerfen solltest. Bring es zu deiner Mutter oder in deinen Keller und wenn du wieder schwanger wirst, kannst du es von dort schneller zurück holen. Gib die Sachen auf keinen Fall einer Freundin, die ebenfalls in freudiger Erwartung ist. Dann musst du damit rechnen, dass du sie schon bald wieder siehst und das will niemand. 

Hast du dir eine App auf dein Smartphone geladen? Diese App ist sehr beliebt, weil du darin sehen kannst, in welchem Entwicklungsstadium dein Baby derzeit ist. Lösche diese App umgehend, um die Fehlgeburt besser verarbeiten zu können. Denn dann wirst du auch nicht ständig mit dem Updates konfrontiert. 

Das Internet vergisst leider auch nicht. Es gibt Probleme eine Fehlgeburt zu verarbeiten, wenn man auch im Internet schon nach Babythemen gesucht hat. Denn dann kann man damit rechnen, dass sich ständig Werbung eröffnet, die sich auf Babythemen bezieht. Du umgehst das Ganze, indem du einfach einen neuen Browser installierst oder den Verlauf löschst. Auch den Newsletter solltest du abmelden. Das geht in der Regel immer in der eigentlichen E-Mail. Dort findest du ganz unten meist einen Link, um einen Newsletter abzumelden. 

Auch in der Stadt kann es sein, dass dir das eine oder andere Babybild begegnet. Du kannst das nicht vermeiden, aber vorsorgen. Wichtig ist, dass du eine Person hast, die du als Ansprechpartner jederzeit anrufen kannst. Siehst du eine Babywerbung und kannst nicht damit umgehen? Dann solltest du die Person anrufen, die du dir ausgesucht hast. Diese Person sollte einfühlsam sein und dich gut ablenken. Dann wirst du auch das schnell wieder vergessen. 

Sollte man nach einer Fehlgeburt wieder schwanger werden?

Das ist abhängig von deiner Verfassung. Wir wollen ehrlich zu dir sein, eine Fehlgeburt zu verarbeiten ist nicht einfach. Dennoch kannst du es schaffen und dich erneut darauf einlassen, wenn du einiges beachtest. Du solltest auf jeden Fall wissen, was die letzte Fehlgeburt verursacht hat. Es könnte an einer Chromosomenstörung gelegen haben. Leider lässt sich eine erneute Fehlgeburt nicht zu 100% vermeiden. Du kannst es eigentlich nur wieder versuchen und hoffen, dass diesmal alles gut geht. Du musst immer wissen, dass du deinem Arzt vertrauen kannst und dieser ist auch Ansprechpartner für dich, wenn es darum geht, eine Fehlgeburt zu verarbeiten. Denn er kann dir auch Stellen nennen, an die du dich wenden kannst.

Herzliche Grüße, Charlotte
(Mutter und Erzieherin)

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